#UNBARMHERZIGKEIT
...ein freies und unabhängiges deutsch / griechisches - griechisch / deutsches Literatur- sowie (Erinnerungs)Kultur- & Geschichtsprojekt von A. Segkis
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PROJEKTINFORMATIONEN 
& HINTERGRÜNDE (D)
zum Projekt #UNBARMHERZIGKEIT

...ein freies und unabhängiges deutsch / griechisches - griechisch / deutsches
Literatur- sowie (Erinnerungs)Kultur- & Geschichtsprojekt von Andrikos Segkis

 

Wie alles begann und zum Projekt #UNBARMHERZIGKEIT wurde

Während einer Recherche in Sachen der Projektes "DAS GEWESENE" (Familienforschung deutsch / mütterlicherseits) zur großväterlichen Pachtung ab dem Jahre 1935 der sogenannten Greis’schichen Mühle und Brotfabrik im emsländischen Lingen und dessen späteren Verwendung als Lager für zivile Zwangsarbeiter stellten und stellen sich Andrikos Segkis viele Fragen. Er suchte, größtenteils erfolglos, nach weiteren Informationen zu dem besagten Lager im südlichen Emsland. Hierbei stiess er u. a. auf widersprüchliche teils auch auf falsche Aussagen. 

Eine Gedenktafel in der Ausstellung der Gedenkstätte Esterwegen gab den Impuls für das Projekt #UNBARMHERZIGKEIT. Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert an die 15 Emslandlager, die der NS-Staat zwischen 1933 und 1945 im Emsland und in der Grafschaft Bentheim unterhielt und die als Teil des Systems aus SS, Justiz und Wehrmacht Orte (Börgermoor, Aschendorfer Moor, Brual-Rhede, Walchum, Neusustrum, Oberlangen, Esterwegen, Wesuwe, Versen, Fullen, Groß-Hesepe, Dalum, Wietmarschen, Bathorn, Alexisdorf) des NS-Terrors waren. Eine in der Gedenkstätte aufgestellte Gedenktafel machte Andrikos Segkis erneut und nachhaltig mehr als nachdenklich, sie weisst neben vielen Opfern u.a. 872 italienische Militärinternierten, weiterhin 3 Belgier wie auch „1 Grieche“ zum Gedenken an die damaligen Opfer aus. Das Lager an der Greis’schen Mühle (Rheiner Straße 17, Lingen Ems), auch Holländerlager genannt, gehört nicht zu den besagten Lagern, war laut Literaturanlagen jedoch auch mit Italienern und Belgiern belegt worden. Über Griechen - die ihn besonders interessierten - als Zwangsarbeiter im Emsland hatte er bis zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Erkenntnisse. Er konnte es nicht glauben "1 Grieche" (Stylianos Petrakis) verstorben im Emslandlager (IX) Meppen-Versen, wo waren die verstorbenen / ermordeten anderen Griechen von z. B. den am 4. Juni 1944 850 Gefangenen in Neuegamme, direkt aus Athen nach zehntägiger Fahrt, eingetroffenen Verschleppten bestattet? Immer wieder entstanden Fragen über Fragen über den Verbleib der insgesamt weit über 1.000 verschleppten Menschen aus Griechenland in die norddeutschen Küstenländer. Bei weiterer überregionalen, regionalen und lokalen Recherchen über den ausgewiesenen Griechen an zuvor beschriebener Gedenktafel erfuhr er nach und nach mehr über die Grausamkeiten der deutschen Wehrmacht im seinerzeit besetzten Griechenland und über die Verschleppungen von Griechen während dieser Zeit auch nach Norddeutschland sowie über die „Cap-Arcona-Tragödie“ in der Lübecker Bucht - nahe seines heutigen Wohnortes - der ebenfalls viele der verschleppten Griechen zum Opfer fielen. Er war auf ein bisher fast nahezu unerforschtes Thema gestossen...

Als er bei Gesprächen immer wieder Verharmlosungen über die Verschleppungen und den damit verbundenen Brutalitäten erlebte, wuchs in ihm die Idee eine Podcast-Serie und / oder einer Radiobeitrags-Serie hierzu mit ggf. noch lebenden Betroffenen oder deren Angehörigen zu gestalten. Jedoch gab es kaum Antworten auf Anfragen von noch überlebenden Betroffenen oder deren Angehörigen, noch eine Bereitschaft dieses Thema überhaupt redaktionell überregional aufzunehmen. Mit großem Erstaunen erfuhr Segkis hautnah, wie wenig die Grausamkeiten des NS-Regimes in einigen Orten bzw. Landkreisen der Bundesrepublik aufgearbeitet wurden bzw. es bis heute immer noch nicht sind. Er erlebte viel Unwissenheit über das Geschehene aber auch zahlreiche Verharmlosungen und mangelnde Differenzierungen und damit Vermischungen von Begrifflichkeiten, wie „Fremdarbeiter“, „Fremdvölkische“, „Ostarbeiter“, "Zivilarbeiter", „Zwangsarbeiter“ usw. usw.. Dies  spiegelte ihm deutlich die allgemeine Verschleierung neben der allgemeinen Verdrängung der Thematik, welche Andrikos Segkis vielfach mit „mauern“ als Reaktion auf konkretes Erfragen von Sachverhalten erfahren musste.

So wurde aus einer, bis heute ebenfalls noch nicht abgeschlossenen, Projektrecherche (DAS GEWESENE) zum sogenannten „Holländerlager“ für zivile Zwangsarbeiter - sprich zur Greis’schen Mühle (Rheiner Straße 17, Lingen), das freie und unabhängige deutsch / griechische - griechisch / deutsche Literatur-, (Erinnerung)Kultur & Geschichtsprojekt namens #UNBARMHERZIGKEIT, welches sich mit der Beteiligung verschiedenster Akteure nun Step-by-Step und wie gewollt über mehrere Jahre partizipatorisch und prozesshaft in der Umsetzung befindet. Münden soll das Projekt #UNBARMHERZIGKEIT später in einen historischen Roman mit bestmöglicher Nähe zur grausamen Realität.

"Stellvertretend für alle Opfer des NS-Regimes gedenken und damit auch ein Zeichen für Demokratie und Toleranz insgesamt setzen" – das will das freie und unabhängige deutsch / griechische - griechisch / deutsche Literatur-, (Erinnerung)Kultur & Geschichtsprojekt namens #UNBARMHERZIGKEIT von Andrikos Segkis.

Zeitleiste
06. April 1941
Hitler befiehlt den Angriff auf Griechenland... ...die Invasion der Deutschen Wehrmacht wird von italienischen, bulgarischen und ungarischen Truppen hierbei unterstützt...
1942
Die "freiwillige" Rekrutierung von Griechen:innen zur Arbeit in Deutschland verlief für die Deutschen enttäuschend. Trotz des Hungerwinters mit hunderttausend Toten und aufwändiger Anwerbung kamen ab 1942 nur ca. 23.000 griechische Männer und Frauen „freiwillig” nach Deutschland. Ab Mitte 1943 wurden griechische Bürgerinnen und Bürger gewaltsam zur Arbeit ins Reich verschleppt...
01. Juni 1941
Die Kämpfe um und auf Kreta (Landung britischer Truppen), ziehen sich jedoch bis zum 1. Juni 1941 hin...
23. April 1941
Die griechischen Streitkräfte kapitulieren...
Juni 1941
Die militärische Besetzung Griechenlands ist abgeschlossen. Das Staatsgebiet wird in drei Besatzungszonen (Deutschland, Italien, Bulgarien) aufgeteilt... ...Deutschland besetzt das zentrale Makedonien und Thessaloniki, Piräus, die Inseln Limnos, Lesbos, Chios, Milos und den größten Teil Kretas...
September 1943
Mit der Kapitulation Italiens nehmen deutsche Truppen auch dessen Besatzungszone ein... ...hierzu gehört der Großteil des Festlandes, einschließlich Peloponnes, Mittelgriechenland, Thessalien und Ipirus als auch die Ionischen Inseln...
30. April 1945
Suizid Adolf Hitler in Berlin (Führerbunker)
nach 1945
Führer der NS und Offiziere der Wehrmacht sowie Unternehmer/Industrielle wurden durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg und in den alliierten Nachfolgeprozessen der Allilierten wegen Verschleppung zur Zwangsarbeit als Kriegsverbrecher verurteilt, keines der Urteile betraf die bekannten Deportationen zur Zwangsarbeit aus Griechenland nach Deutschland...

Insgesamt war die deutsche Besatzungsherrschaft, die auf manchen griechischen Inseln bis zur Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 dauerte, blutiger und zerstörerischer als in allen anderen nichtslawischen Ländern...

Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele griechische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter von den deutschen Besatzern in verschiedene Länder, darunter Deutschland, deportiert. Dies geschah oft unter lebensbedrohlichen Bedingungen, und die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden zur Zwangsarbeit in Fabriken, Landwirtschaft und anderen Arbeitsstätten gezwungen.

Die Deportation von griechischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern nach Deutschland erfolgte im Rahmen der deutschen Kriegswirtschaft, da viele deutsche Arbeitskräfte an die Front geschickt wurden. Griechische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden häufig gewaltsam von den Besatzungstruppen rekrutiert oder aus ihren Heimatdörfern in Griechenland verschleppt.

Die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren oft schlecht ernährt, litten unter brutalen Arbeitsbedingungen und wurden brutal behandelt. Viele von ihnen starben an Hunger, Krankheiten oder bei Arbeitsunfällen. Die Deportation von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern war ein dunkles Kapitel der Geschichte und fügt sich in die allgemeinen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs ein.

Es ist wichtig, sich an diese schrecklichen Ereignisse zu erinnern und sicherzustellen, dass sie nie vergessen werden, damit sich so etwas nicht wiederholt.


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@ Grafik/Logo Marco Eggert
Dieses Literatur- und Geschichtsprojekt soll nicht nur stellvertretend für viele griechische Opfer des NS-Regimes als Aufarbeitung dienen, sondern auch für mehr Informationen sorgen. Es soll aber auch partizipierend und interaktiv das Wissen von Überlebenden und/oder deren Angehörigen sowie Fachkundigen und Interessierten mit einbinden. Erhaltene gesicherte Hinweise und Forschungsergebnisse werden stets aktualisiert eingearbeitet! Der entstehenden historischer Roman "Unbarmherzigkeit" (Arbeitstitel" reagiert auf kollektive Erfahrungen und beleuchtet dabei auch verschiedene Perspektiven. Der Roman möchte dabei nicht nur unterhalten, sondern insbesondere auch authentische Einblicke in eine vergangene Epoche erhalten. Er möchte dabei auch etwas über die 1940er Jahret, deren Sitten und Lebensumstände lehren. Das Bedürfnis des Autors und Projektleiters Andrikos Segkis, das Buch mit erweitertem Geschichtswissen zu beenden, ist dabei stets präsent.
Alle Haupt- und Unterseiten dieser Internetpräsenz werden Step-by-Step gefüllt wenn neue Erkenntnisse und/oder neue Rechercheergebnisse vorliegen. Wie das ganze Projekt entwickelt sich entsprechend auch diese Internetsite prozesshaft. Ein wenig Geduld bitte, einfach bei Gelegenheit wieder reinschauen oder eine direkte Anfrage stellen...
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GESUCHT WIRD DIESES BUCH: 
Pavlakis Dimitrios, "Von Chaidari in die Hölle von Belsen" (D).  Παυλάκης Δημήτριος, "Από το Χαιδάρι στην κάλαση του Μπέλσεν" (GR), Αθήνα 1965. Jeder Hinweis über ein Angebot ist nützlich und für das Projekt wichtig!
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GESUCHT WIRD DIESES BUCH: 
Christoph U Schminck-Gustavus, "Der blaue Mantel: Von Dachau nach Sibirien – Zeugnisse griechischer KZ-Häftlinge 1943-1993..." (D), 2008. Jeder Hinweis über ein Angebot ist nützlich und für das Projekt wichtig!
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